Donnerstag sollte ich um 9 zur Vorbereitung in der Klinik sein. Ich hatte nochmal Ultraschall, CTG und natürlich Beratung beim Anästhesisten. Ich bin dann auch gleich im KH geblieben, wegen der Fahrerei und dem Streß. Freitag war ich dann der 2. von 2 geplanten Kaiserschnitten. Die erste kam um 8 unters Messer. Halb 10 bin ich in den Kreißsaal rauf, wo mich die Hebamme vorbereitet hat. Dann konnte ich nochmal aufs Zimmer, konnte in mein schickes OP Kittelchen schlüpfen und die halterlosen weißen anlegen. Kurz nach 10 wars dann soweit und sie haben mich in den OP gebracht, dort bekam ich meine Braunüle gelegt, und das schicke Häubchen auf. Über den Schleusentisch zog ich auf die OP Pritsche um und wurde in den OP gebracht. Blutdruckmanschette und Pulsmesser wurden angeschloßen und die Vitalpunkte auf die Brust geklebt ... Dann legte der Arzt die Spinalanästhesie und im Gegensatz zu Janis KS hab ich diesmal sowohl den Druck der Spritze als auch das Brennen des Mittels deutlich gespürt. (Dafür gabs hinterher kein blaues Fleck) Dann wurden mir die Infusionen angehängt und der Blasenkatheter gelegt (hab ich auch gemerkt diesmal) Ich bekam einen Wärmeschlauch über Arm und Brust gelegt und die Doktoren erschienen. Diesmal waren es 2 und darum hab ich auch das ruckeln und gezerre an mir gespürt. Ich hab das Absaugen des Fruchtwassers gehört und dann um 10:35 Uhr war er da mein kleiner Schatz. Die Hebi kam zu mir rum und ich konnte ihm ganz kurz ein Küßchen auf die Stirn geben. Er war ganz warm und weich. Dann gings erstmal zur U1 zum Kinderarzt und nach etwa 5 Minuten kam sie nochmal mit ihm wieder. Ich hab ihn kurz gestreichelt und dann wurde Iven in den Kreißsaal raufgebracht. Weil er so kalt war, kam er über Mittag in den Inkubator zum aufwärmen. Mich haben sie in der Zwischenzeit wieder zugemacht und die Nierenschale mit den gebrauchten Geräten hatten sie auf meinem Brustkorb geparkt, so dass ich immer hörte und spürte wenn ein Gerät mit einem metallischen Klong reingeworfen wurde. Gegen 11:35 Uhr war ich dann fertig und kam noch für eine knappe halbe Stunde in den Aufwachbereich des OP. Wo ich weiterhin an Blutdruck und Pulsmesser angeschlossen war. Um 12 war ich wieder auf dem Zimmer. Gegen 2 kam Thomas und da haben sie uns Iven auch das erste Mal aus dem Inkubator gebracht.
Gegen 3 konnte ich schon mit den Knieen wackeln und gegen 4 hab ich wieder Gefühl gehabt bis in die Füße... und Schmerzen *logo*
ich bekam eine Infusion mit Oxytocin für die künstlichen Nachwehen (das ist ein echt gemeines Zeuch) einen Tropf mit Schmerzmitteln (hilft aber nur gegen den Wundschmerz nicht gegen die Nachwehen) und Flüßigkeit (Kochsalzlösung)
Abends konnte ich dann das erste Mal aufstehen und auch was Trinken und Zwieback gabs zum Abendbrot. Mein Kreislauf hat mich bis aufs Klo gelassen aber das wars dann auch .. da wurd ich kalkweiß und die Schwestern haben mich sofort wieder ins Bett gezerrt. Die Nacht war okay ... Iven kam um 10 zum Anlegen und ich konnte sogar ein bissel schlafen. Samstag/Sonntag waren noch bescheiden weil der Bauch noch wehtat, ich konnte nicht sogut aufstehen (macht man ja alles über die Bauchmuskulatur und die war ja hinüber) mein Zwerchfell tat rechts weh und ich mußte mir erstmal wieder eine gerade Körperhaltung angewöhnen (fehlt ja jetzt vorne was) Montag früh hab ich dann das erste Mal geduscht und bin selbst zum Frühstücksbuffet und ins Kinderzimmer gegangen (U2) danach gings mir richtig gut, ich konnte gut laufen und war fit wie ein Turnschuh.
aber so ist das eben, je mehr man sich bewegt, desto besser wird alles und die Schmerzen verschwinden ...
wenn ich deinen bericht lese, dann fühl ich mich wieder bestätigt, dass ich nie einen kaiserschnitt oder überhaupt eine op bei vollem bewußtsein machen will, das ist mein albtraum
aber dir ist es ja insgesamt ganz gut gegangen, das liest sich schön und es ist immer wieder ein wunder wenn die kleinen wesen zu uns kommen
danke Euch .. ja naja Katti so schlimm isses gar nicht .. man weiß ja wofür man es macht ... aber nochmal brauch ich das auch nicht gerade ... außerdem wird das "Material" ja nicht besser vom ständigen aufschneiden und zunähen bzw. -schweißen